Infrastrukturmaßnahmen
Optimierung der Infrastrukturmaßnahmen auf dem Betriebsgelände - Parkplatznutzung und Parkraumbewirtschaftung
Parkplätze auf dem Betriebsgelände sind häufig begrenzt. Gleichzeitig führen steigende Beschäftigtenzahlen, zunehmender Lieferverkehr und der Wunsch nach kurzen Wegen zu Engpässen und Suchverkehr. Das verursacht:
erhöhtes Verkehrsaufkommen auf dem Betriebsgelände und im Umfeld
Zeitverluste durch Parkplatzsuche
zusätzliche Lärm- und Emissionsbelastungen
Konflikte zwischen unterschiedlichen Nutzergruppen (Mitarbeitende, Besuchende, Lieferdienste)
Eine strukturierte Parkraumbewirtschaftung ist ein wirksames Instrument, um diesen Herausforderungen zu begegnen.
Ziele der Optimierung und Parkraumbewirtschaftung
Effiziente Flächennutzung: Bestehende Parkflächen besser auslasten, bevor neue Flächen geschaffen werden.
Verkehrsreduzierung: Suchverkehr und individuelle Pkw-Fahrten verringern.
Förderung nachhaltiger Mobilität: Anreize für ÖPNV, Fahrrad, Fußverkehr und Fahrgemeinschaften schaffen.
Transparenz und Fairness: Klare, nachvollziehbare Regeln für alle Beschäftigten und Besuchenden.
Zukunftsfähigkeit: Vorbereitung auf Veränderungen wie E-Mobilität oder veränderte Arbeitsmodelle (Homeoffice, Gleitzeit etc.).
Mögliche Maßnahmen
Analyse und Erfassung des Bestands
Systematische Erhebung der bestehenden Stellplätze (Mitarbeitende, Besuchende, Dienstfahrzeuge, Lieferverkehr).
Auswertung von Auslastung und Belegungszeiten (z. B. Spitzenzeiten, Dauerparker).
Identifikation von Engpässen, ungenutzten Flächen und Optimierungspotenzialen.
Zonierung und klare Stellplatzzuordnung
Trennung von Bereichen für Mitarbeitende, Besuchende und Lieferverkehr.
Ausweisung von Kurzzeitparkplätzen nahe Eingängen für Besuchende.
Stellplätze für Carsharing-Fahrzeuge, Poolfahrzeuge und Fahrgemeinschaften in attraktiver Lage.
Einrichtung von Barrierefreien Stellplätzen nach Bedarf und Vorgaben.
Parkraumbewirtschaftung und Regelungen
Einführung eines Parkberechtigungssystems (z. B. Ausweise, digitale Registrierung).
Priorisierung bestimmter Gruppen, z. B.:
Mitarbeitende mit eingeschränkter Mobilität
Schichtarbeitende ohne ÖPNV-Alternative
Fahrgemeinschaften mit mehreren Insassen
Zeitliche Begrenzungen für bestimmte Stellplätze, um Dauerparken zu vermeiden.
Optionale, sozial verträgliche Parkgebühren als Steuerungsinstrument, kombiniert mit alternativen Mobilitätsangeboten (z. B. Zuschuss zum ÖPNV-Ticket).
Digitale Unterstützung und Transparenz
Nutzung digitaler Parkraummanagement-Systeme (z. B. Anzeige freier Plätze, Online-Reservierung bestimmter Stellplätze).
Übersichtliche Beschilderung und Informationsmaterial (Lagepläne, Intranet-Infos, FAQ).
Einbindung in bestehende betriebliche Kommunikationskanäle (Intranet, Aushänge, Newsletter).
Verknüpfung mit alternativen Mobilitätsangeboten
Schaffung attraktiver Fahrradinfrastruktur (überdachte Abstellanlagen, Lademöglichkeiten für E-Bikes, Umkleiden und Duschen).
Gute Erreichbarkeit und Information zu ÖPNV-Haltestellen in der Nähe (z. B. Fahrpläne, Ticketzuschüsse).
Förderung von Fahrgemeinschaften (Mitfahrbörsen, reservierte Stellplätze).
Integration von Carsharing-Angeboten für dienstliche und private Nutzung nach betrieblichen Regelungen.
Berücksichtigung der Elektromobilität
Schrittweise Ausstattung von Stellplätzen mit Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge.
Klare Nutzungs- und Abrechnungsregeln für Ladevorgänge.
Bevorzugte Stellplätze für E-Fahrzeuge in Kombination mit einem übergeordneten Mobilitätskonzept.
Kommunikation und Beteiligung
Für den Erfolg der Maßnahmen ist eine transparente Kommunikation entscheidend:
Frühzeitige Information der Mitarbeitenden über Ziele, Gründe und Nutzen der Parkraumbewirtschaftung.
Möglichkeit zur Mitarbeitendenbeteiligung (z. B. Befragungen, Workshops, Feedbackkanäle).
Regelmäßige Evaluation und Anpassung der Regelungen anhand von Rückmeldungen und beobachteten Effekten.
Nutzen für Unternehmen und Beschäftigte
Verbesserte Erreichbarkeit des Standorts und effizientere Abläufe auf dem Gelände.
Weniger Stress durch Parkplatzsuche und klar geregelte Zuständigkeiten.
Imagegewinn durch ein nachhaltiges, zukunftsorientiertes Mobilitätskonzept.
Beitrag zu Klimaschutz- und Nachhaltigkeitszielen des Unternehmens bzw. der öffentlichen Verwaltung.
Wir beraten Sie hier gerne auch zu entsprechenden Fördermöglichkeiten:
Landratsamt Ostallgäu, Servicestelle ÖPNV & Mobilität
E-Mail: mobilitaet@lra-oal.bayern.de, Tel.: 08342 911-473