Nach einem heißen Sommer mit zu wenig Niederschlag führen viele Bäche und Flüsse im Ostallgäu nur noch wenig oder gar kein Wasser. Die Folgen sind auch bei der Grundwasserneubildung deutlich spürbar: Die Grundwasserstände liegen so niedrig wie seit Langem nicht mehr.
Betroffen ist auch die Schwammregion Gennach-Hühnerbach-Singold. Seit Oktober 2025 arbeiten 19 Gemeinden im Einzugsgebiet der drei Gewässer gemeinsam daran, Niederschlagswasser länger in der Landschaft zu halten, statt es schnell abzuleiten. Das Projektgebiet erstreckt sich von Bobingen bis Bidingen und reicht damit bis ins südliche Ostallgäu.
Ziel der Schwammregion ist es, Böden und Landschaft so zu gestalten, dass sie Wasser wie ein Schwamm aufnehmen und speichern können. Dabei können viele kleinere Maßnahmen helfen: etwa weniger versiegelte Flächen, reaktivierte Gräben, naturnah gestaltete und verbreiterte Bäche oder Wege, die Regenwasser zurückhalten und langsamer versickern lassen.
Diese Maßnahmen unterstützen nicht nur die Grundwasserneubildung. Sie können auch helfen, die Folgen von Starkregen und Sturzfluten abzumildern und gleichzeitig die biologische Vielfalt zu fördern.
Die Projektverantwortlichen betonen: An den Klimawandel muss sich die Region anpassen. Wasserrückhalt in der Landschaft, Begrünung und Hitzeschutz gehen dabei Hand in Hand. Gemeinden, Landwirtschaft und Privatpersonen können dazu beitragen, das Ostallgäu langfristig widerstandsfähiger gegenüber Trockenheit und Hitze zu machen.
Meldung vom 11.09.2026: Ostallgäu: Hitzesommer macht auch der „Schwammregion“ zu schaffen
Weitere Infos: Schwammregion Gennach – Hühnerbach – Singold | Klima-App Ostallgäu
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