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Naturnah durch den Herbst

Im Herbst darf der Garten ruhig etwas unaufgeräumt aussehen. Laub, Pflanzenreste und kleine Reisighaufen bieten vielen Tieren Schutz und Nahrung. Mit wenigen einfachen Maßnahmen wird der Garten gut auf den Winter vorbereitet und gleichzeitig die Artenvielfalt unterstützt.

Den Laub auf Beeten, unter Sträuchern oder in ruhigen Gartenecken liegen zu lassen schützt den Boden und die Pflanzenwurzeln vor Kälte. Beim Verrotten entsteht außerdem Humus – ein natürlicher Dünger für den Boden. Eine etwa drei bis fünf Zentimeter dicke Laubschicht kann auch helfen, den Boden vor Austrocknung und starkem Frost zu bewahren.

Ein Haufen aus Laub, Ästen und Zweigen ist ein wichtiges Winterquartier, Igel, Frösche, Kröten, Eidechsen und viele kleine Tiere finden dort Schutz. Auch Insekten, Spinnen und Würmer leben im Laub – und sind wiederum Nahrung für Vögel und Igel. Legen Sie zwischen die Laubschichten am besten noch Äste und Zweige, um den Haufen zu stabilisieren und den idealer Platz für den Winterschlaf der Igel zu schaffen.

Von Laubsauger und Laubbläser ist abzuraten, sind laut und können kleine Tiere, Insekten und Pflanzensamen gefährden. Umweltfreundlicher und leiser sind Rechen und Harke. Sie schonen die Natur und ermöglichen es, das gesammelte Laub gezielt als Schutzschicht oder für einen Laubhaufen zu verwenden.

Stauden, Gräser und verblühte Blumen sollten über den Winter möglichst stehen bleiben. Ihre Samen bieten Vögeln Nahrung. Trockene Stängel sind außerdem ein guter Unterschlupf für Wildbienen, Marienkäfer und andere Insekten. Der Rückschnitt ihrer Stauden sollte erst im Frühjahr erfolgen – idealerweise nach den letzten Frösten. Denn jedes grüne Blatt produziert Energie, die die Pflanze für den Winter speichern kann. Von März bis September ist es deshalb nicht erlaubt, Bäume zu fällen oder Hecken und Bäume stark zu beschneiden. Von März bis September ist es nicht erlaubt, Bäume zu fällen oder Hecken und Bäume stark zu beschneiden. Zu dieser Zeit ist Brutsaison der Vögel und sie beginnen Ihre Nester zu bauen.

Der Herbst ist die richtige Zeit, Blumenzwiebeln zu setzen. Frühblüher wie Schneeglöckchen, Märzenbecher, Schlüsselblumen oder Winterlinge liefern Hummeln und anderen früh aktiven Insekten im nächsten Frühjahr wichtige Nahrung. Ihre Zwiebeln sollten noch vor dem ersten Bodenfrost gepflanzt werden.

Quelle: Gartenpflege im Herbst: Tieren und Pflanzen helfen | BUND Naturschutz (BN)

Bildquelle: Pixabay